Wetter in Neuseeland
Das Wetter in Neuseeland
Schaut ihr euch Neuseeland mal auf einer Landkarte an, so stellt ihr fest, dass Neuseeland nicht nur ein Inselstatt mit zwei Hauptinseln ist, sondern sich die Insel relativ lang von Norden nach Süden erstreckt, nämlich rund 1600km!
Zum Vergleich dazu: Vom ganz nördlichsten Punkt zum südlichsten Punkt Deutschland sind es rund 880km, also reichlich die Hälfte. Das ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Neuseeland trotz seiner fast doppelt so langen Nord-Südausdehnung rund ein Drittel kleiner ist als Deutschland.
Aber was hat das nun mit dem Klima zu tun? Diese Ausdehnung begünstigt, dass Neuseeland an mehreren unterschiedlichen Klima- und Vegetationszonen Anteil hat, die das Land aus diesem Grund auch für den Tourismus sehr interessant macht. Der Umstand, dass das Land ein Inselstaat ist, räumt dem Meer auch einen großen Einfluss auf das Klima ein. Daneben gibt es noch einen weiteren großen Einflussfaktor: die Berge.
Auf der Nordinsel, sie ist rund 20% kleiner als die Südinsel, herrscht eher ein subtropisches Klima, was durch sehr warme Sommer und milde Winter zum Ausdruck kommt. Hier fällt im Winter in der Regel kein Schnee. Die Ausnahme bildet das Vulkanplateau im Zentrum der Nordinsel, wo sich die Vulkane bis auf eine Höhe von 2800m erstrecken. Der Süden der Nordinsel ist stärker durch gemäßigtes Klima mit deutlich mehr Niederschlägen geprägt, gerade im Winter.
Die Nordinsel teilt sich daher in einen subtropischen Norden und ein gemäßigtes Zentrum und Süden auf.
Macht ihr eure ersten Schritte auf der Südinsel, die Fähre landet in Picton, so werden euch gerade im Sommer die gelbgoldenen Berghänge und die karge Landschaft auffallen. Die Region um Blenheim ist durch sehr warme Sommer und wenig Niederschlag gekennzeichnet. Dieser Umstand wird zunehmend für den Weinanbau genutzt, sodass heute einige der besten Weine aus dieser Region stammen.
Auf der Reise nach Süden wird es spürbar gemäßigter. Die Bergkette der Southern Alps, sie trennen die Insel wie eine Wand in Osten und Westen, wirken sich maßgeblich auf das Klima der Südinsel aus. Aus dem Westen kommende Wolken müssen aufsteigen um weiter in das Landesinnere vorzudringen. Dabei kühlen sie sich aber so ab, dass sie bevor sie überhaupt das Landesinnere erreicht haben, als Niederschlag an der Westküste herunterkommen. Im Sommer als Regen und im Winter als Schnee. Dadurch ist die Westküste durch eine üppige, regenwaldartige Vegetation gekennzeichnet! Nicht umsonst ist gerade auch das Fjördland für seine reichlichen Niederschläge bekannt.
Was an der Küste verstärkt abregnet, fehlt folglich auf der anderen Seite der Bergkette. Hier ist es wesentlich trockener und wärmer (z.B Queenstown).
In den höheren Lagen könnt ihr als Liebhaber von Wintersportarten auch in der kalten Jahreszeit auf der Südinsel auf eure Kosten kommen. Die hohen Berge von bis zu 3754m machen es möglich (Mt. Cook).
Ganz wichtig: Natürlich liegt Neuseeland auf der Südhalbkugel, was bedeutet, dass die Jahreszeiten entgegengesetzt zu unseren sind. Der kälteste Monat ist hier der Juli und der wärmsten Januar und Februar. Wer also immer schon einmal Weihnachten am Strand feiern wollte, der ist in Neuseeland auf alle Fälle richtig!
Geht man in Europa von Norden nach Süden, so wird es immer wärmer. Auf der Südhalbkugel ist dies genau umgekehrt, so auch in Neuseeland. Man muss bedenken, dass es vom südlichsten Punkt Neuseelands gerade nur noch 4800 km bis zum Südpol sind!
Die kälteste je in Neuseeland gemessene Temperatur war -22 Grad in Central Otago auf der Südinsel, die wärmste im Weinanbaugebiet Marlborough im Norden der Südinsel mit 42 Grad!
Am Rande: Über schnelle Wetterumschwünge braucht man sich in Neuseeland nicht zu wundern. Dann kann man die Einheimischen sagen hören: „Vier Jahreszeiten an einem Tag“ und das ist nicht nur so ein Spruch. Die Nähe zum Meer begünstigt diese schnellen Wetterumschwünge von herrlichem Sonnenschein zu plötzlichen Niederschlägen mit Temperaturabfall. Bei eurer Reise solltet ihr das auf alle Fälle berücksichtigen und auch die Kleidung ein bisschen danach auswählen.

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